"Ich freue mich sehr über das Ergebnis, das mich so in die Stichwahl am
6. Mai schickt. Dafür sage ich von Herzen: DANKE!" , so die Kandidatin
der Linken Birgit Keller. Der Wahlkampf im Vorfeld sei recht fair verlaufen. Sie ist sich sicher,
dass die Demokratie von der Vielfalt lebt. Nun seien die Wähler im
Landkreis und in der Stadt aufgefordert, ihre eigenen
kommunalpolitischen Wünsche und Hoffnungen mit den Positionen der
verbliebenen Kandidaten in Übereinstimmung zu bringen.
Keller sagt: "Unsere Wählerinnen und Wähler haben es verdient, Fragen
zu stellen. Dazu biete ich eine Telefonfragestunde am Freitag, den
27.April in der Zeit von 14.00 - 18.00 Uhr ( Tel. 03631/463859 od
03631/980834) und am 2.05. von 14.00 - 19.00 Uhr ein Live- Chat an.
Unsere BürgerInnen sind selbstbewusst um zu entscheiden, wie es
im Südharz weitergehen soll. So will ich in der kurzen Zeit Bürgerforen
in Schwerpunktregionen organisieren, damit sie
mich befragen können."
In Hinsicht auf die linken Wähler im Landkreis ist sie
sich sicher, dass diese keineswegs orientierungslos sind. "Mit meiner Kandidatur werbe ich für starke Kommunen, Transparenz, Bürgerbeteiligung und einen neuen Politikstil im Landkreis" so Keller weiter.Wer sich über
diese Inhalte zur Kommunalpolitik im großen Rahmen informieren möchte,
ist auch am 4. Mai ab 14.00 Uhr auf den Nordhäuser Theaterplatz eingeladen.
Da findet die Großveranstaltung des linken Wahlkampfes mit einem
kleinen Fest und politischer Prominenz aus Berlin und Erfurt statt.
Abschließend bittet Birgit Keller: "Die Bürgerinnen und Bürger müssen wissen, dass nur sie entscheiden, wer ab Juli die Geschicke für die
nächsten 6 Jahre in Nordhausen und im Landkreis in die Hände nehmen soll.
Das sichert fair und demokratisch nur eine hohe Wahlbeteiligung. Bitte
gehen Sie nochmal und vielleicht auch erstmals am 6.Mai wählen!"
Nach einem engagierten Wahlkampf haben die Bürgerinnen und Bürger gestern Birgit
Keller mit einem großartigen Ergebnis in die Stichwahl entsendet. Hannelore Haase
konnte als Oberbürgermeisterkandidatin das Landesergebnis der LINKEN in Nordhausen
ebenso wie Jens Lepak in Bleicherode nahezu verdoppeln. „Wir freuen uns über die guten
Ergebnisse unserer Kandidatinnen und Kandidaten und natürlich über unseren Einzug in
die Stichwahl der Landratswahl. Es hat sich gezeigt, dass wir auf die richtigen Personen
und die richtigen Inhalte gesetzt haben.“ Sagt Alexander Scharff, Kreisvorsitzender der
LINKEN.
Für viele Wählerinnen und Wähler stellt sich nun die Frage, wie mit dem Wahlergebnis
umzugehen ist, denn schon am 6 Mai sind sie wieder zum Gang an die Wahlurnen
aufgerufen. Am Morgen nach der Wahl kam der Kreisvorstand zu einer gemeinsamen
Beratung mit der Kreistags- und Stadtratsfraktion zusammen, um sowohl die
Wahlergebnisse auszuwerten, als auch den weiteren Umgang mit diesen zu besprechen.
„Wir werden noch einmal alle Energie dafür aufwenden, um auch in den kommenden 14
Tagen den Bürgerinnen und Bürgern mit Birgit Keller nicht nur ein Angebot, sondern eine
echte Alternative für eine Neuausrichtung kommunaler Politik zu unterbreiten. Sie hat
sowohl als haushaltspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, als auch über viele Jahre
in der Kommunalpolitik bewiesen, dass Themen wie Bürgernähe und soziale Gerechtigkeit
nicht mit Realpolitik im Widerspruch stehen.“ So Scharff.
"Was machbar war, habe ich mit meinen Wahlhelfern und GenossInnen geschafft, nun entscheiden die Wählerinnen und Wähler."
So konstatiert die Bewerberin auf den Chefsessel im Nordhäuser Landratsamt von der Linken, Birgit Keller, ihren Wahlkampf.
Schon vor dem Jahreswechsel war Keller im Landkreis unterwegs um sich einen Überblick der Probleme und Nöte, aber auch über die Erfolge von Verbänden, Unternehmen und Kommunen zu informieren.
Mitte Januar begann offiziell ihre Info-Tour. Stolze Bilanz sind 157 Termine. Dazu gehören auch Besuche in Altenheimen, Kitas, Schulen, sowie sehr viele Podiumsdiskussionen.
"Die Zeit war leider zu knapp, um jeden Ort im Landkreis zu besuchen. Doch war ich in jeder Gemeinde, Verwaltungsgemeinschaft und in jeder Stadt.", sagt Keller.
Sie ist sich sicher, dass nur eine gemeinsame Arbeit der Bürgerinnen und Bürger mit ihren gewählten Gremien zukunftsweisend sein kann. Sie will " Gestalten und Verbinden". Sie setzt nach dem 1. Juli auf runde Tische der sozialen Verantwortung und der Wirtschaft.
Keller bedauert die unsägliche Diskussion zu Kreisgrenzen und bezeichnet dies als "schlimmes und schädliches Wahlkampfgetöse".
Birgit Keller begibt sich jetzt in die Friedenspflicht vor den Wahlen.
"Mit meiner Kandidatur zur Landrätin mache ich ein Angebot an die Bürgerinnen und Bürger. Ich bin sicher, dass wir hier im Norden Thüringens gemeinsam eine Zukunft gestalten können.Ich freue mich auf das Votum am kommenden Sonntag", so Keller.

"Guten Morgen", hieß es heute früh in der Gartenanlage "Am Schurzfell" von den Kandidatinnen der Linken, Hannelore Haase und Birgit Keller auf die Ämter der Nordhäuser Oberbürgermeisterin und Landrätin.
In der größten Gartenanlage der Rolandstadt veranstaltete DIE LINKE um 10.00 Uhr einen politischen Frühschoppen.
Allerdings waren da schon viele Kleingärtner unterwegs und nutzten das zwar kühle, doch gute Wetter für die wichtigen Arbeiten in ihrem zweiten Zuhause.
Über 50 Menschen nahmen die Einladung gern an und kamen bei einer Bratwurst, einem Steak und einem Bierchen mit den Kandidatinnen ins Gespräch.
Die Kleingärtner freuten sich über Gartensamen: "Die rote Kraft" birgt Samen für Paprika, "Rotkäppchen" steht für Buschtomaten.
Ein Frühaufsteher scherzte: " Vielleicht kann man schon am 22.April die Ernte einfahren?"
Haase und Keller erwiderten einhellig: "Schön wär`s, doch das entscheidet ja der Wähler!"

Auf dem Terminplan ihrer Info-Tour durch den Landkreis hatte Birgit Keller heute die Verwaltungsgemeinschaft Hainleite. Begrüßt wurde sie am Morgen in Wolkramshausen durch den Vorsitzenden, Herrn Gaßmann. Gemeinsam mit Bürgermeistern der VG erörterten beide gegenwärtige Probleme. Wie bei Besuchen in anderen Gemeinden beklagten die Verwaltungschefs auch hier die katastrophale finanzielle Lage der Kommunen, die kaum Gestaltungsspielraum für so genannte freiwillige Aufgaben zulässt. Selbst Pflichtaufgaben sind kaum noch zu realisieren. Frau Keller bat um Verständnis, dass sie keine Versprechungen für den Fall ihrer Wahl geben könne. "Mir ist es wichtig, mir auf meiner Tour einen Überblick zu verschaffen. Ich will die Probleme aufnehmen und dann ab Juli gemeinsam mit den Bürgermeistern und VG-Chefs Handlungswege entwickeln und aufzeigen. Die Bündelung von Aufgaben und die Erhöhung der Effizienz der bestehenden Strukturen könnten zeitnah eine relative Entlastung bringen. Da A und O sind für mich aber immer die gewählten Gremien.", so Keller.
Weiter besuchte die Linkenpolitikerin das Gewerbegebiet, das Schwimmbad und die Kita "Märchenland" in Wolkramshausen.
Begeistert zeigte sich Keller über das gerade eröffnete größte Hallenreittournier Thüringens in Wollersleben, dass sie ebenfalls besuchte. An den 3 Tagen bis Sonntag werden dort über 300 Pferde aus ganz Deutschland 800 Mal an den Start gehen. Tausende Gäste werden erwartet. Birgit Keller abschließend: "Auch hier bei den begeisterten Pferdesportlern wird immer wieder deutlich, was engagierte ehrenamtliche Arbeit alles möglich macht. Innerhalb weniger Jahre wurde aus einem sportlichen Wettbewerb zusätzlich ein richtiges Volksfest, dass unseren Landkreis weit über Thüringen hinaus bekannt macht. Ich danke allen Organisatoren und fleißigen Helfern für diese tolle Arbeit."

Als positives Beispiel eines zielführenden Miteinanders bezeichnete die Landratskandidatin der Linken, Birgit Keller, das Engagement des Ellricher Stadtrates zum Bau der Zwei- Felder- Mehrzweckhalle. Keller besuchte in der vergangenen Woche Ellrich und traf dort mit dem Bürgermeister Erhold und Stadträten zusammen. Dank erntete sie für ihren Antrag im Nordhäuser Kreistag, die geplante Kreisumlage um 500 000 Euro zu reduzieren. Davon profitiere auch Ellrich, so Bürgermeister Erhold. Da der Kreistag auch "grünes Licht" für den Bau der Mehrzweckhalle gab, hofft man nun auf den Baubeginn noch in diesem Jahr.
Vor diesem Treffen besuchte Keller das Fahrzeugwerk Niedersachswerfen.
"Das ist ein Unikum", so Keller, denn der Betrieb steht in der Gemarkung Woffleben und gehört so zur Verwaltung durch Ellrich. Stolz führte Betriebsleiter Friedhelm Heinemann Frau Keller, die durch Bürgermeister Ehrhold und Linken Stadt-Fraktionsvorsitzenden Künzel begleitet wurde durch die Firma, die seit 2006 auf eine respektable Erfolgsgeschichte verweisen kann. 250 Mitarbeiter arbeiten an drei Thüringer Standorten (auch in Nordhausen und Altenburg) und erwirtschafteten 2011 zirka 15 Mio Euro Umsatz. Die Gewerbesteuer wird hier entrichtet. Die Hauptauftraggeber kommen aus Frankreich, Italien und der Schweiz, aber auch aus den USA.
Keller meinte abschließend: "Ich freue mich, dass ich einen Betrieb kennen lernen durfte, der mit motivierten Mitarbeitern ganz bescheiden ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Landkreis ist."
„Ein motiviertes und leistungsstarkes Verwaltungspersonal nah am Bürger und die Bürger nah an der Verwaltung, darin liegt die gemeinsame Aufgabe für die Zukunft“, betont Birgit Keller (LINKE), die sich am 22. April als Landrätin für den Kreis Nordhausen zur Wahl stellt.
Kellers Wahlkampfslogan „Gestalten und verbinden.“ ist daher auch nicht rein zufällig gewählt. „Die Bürgerinnen und Bürger müssen aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Dabei sollen sie nicht nur mitreden, sondern auch mitgestalten können“, so Keller. Vorraussetzungen dafür seien eine moderne und effektiv organisierte Verwaltung mit sicheren und tariflich bezahlten Arbeitsplätzen genauso wie die Etablierung von runden Tischen der „Wirtschaft“ und der „sozialen Verantwortung“, an denen auch die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises teilnehmen sollen. Wünsche, Ideen und Anregungen sollen diskutiert, vom Kreistag begleitet und entsprechend der Möglichkeiten auch umgesetzt werden. „Der Dialog ist hierbei sehr wichtig. Die Menschen im Landkreis müssen auch nachvollziehen können, warum Entscheidungen in welcher Form für den Landkreis getroffen werden und welche Alternativen es dazu gibt“, unterstreicht Birgit Keller. Um die Einsichtnahme der Bevölkerung noch zu verstärken, setzt Keller auf einen Ausbau der elektronischen Informations- und Kommunikationssysteme der Verwaltung. „Die Dienstleistungsangebote über das Internet sollen sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch wirtschaftliche Unternehmen, Initiativen und Vereine einbeziehen, informieren und helfen, bürokratische Hürden zu vereinfachen“, beschreibt die LINKE- Landratskandidatin ihre Vorhaben.
„Unzufriedenheit und Politikverdrossenheit entsteht nicht zuletzt dadurch, dass die Menschen sich nicht aktiv einbezogen fühlen. Auch ist die Verwaltung selbst zu eingeschränkt, um auch zum Gestalter zu werden. Dem will ich entgegen wirken“, so Keller abschließend.

Am Montag dieser Woche informierten sich Birgit Keller und Hannelore Haase als Landrats-bzw. OB-Kandidatin gemeinsam mit der Wohnungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Heidrun Sedlacik, in der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG). Im Anschluss daran wurden sie auch von der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft mbH Nordhausen (SWG) zu einem Informationsaustauch herzlich empfangen.
Die Vorstände Sven Dörmann und Steffen Loup stellten eingangs das genossenschaftliche Wohnungsunternehmen in seiner ganzen Breite vor. Laut Internetpräsentation werden 8.000 Wohnungen in Nordhausen, Bleicherode, Heringen, Ilfeld und Niedersachswerfen von der Genossenschaft und dem Tochterunternehmen verwaltet. Daraus ergibt sich eine große Verantwortung. Durch das konzentrierte Handeln in den zurückliegenden Jahren wurden für alle Seiten sichtbare Zeichen bei der Sanierung des Wohnungsbestandes und Wohnumfeldes gesetzt. Dazu wurden seit 1990 über 235 Mio EURO in Modernisierung und Instandhaltung investiert. Auch zu der SWG als größte wohnungspolitische Mitbewerberin auf dem Wohnungsmarkt besteht ein gutes Verhältnis.
Für Birgit Keller haben die Wohnungsunternehmen auf Wohnungspolitischem Gebiet und bei der Gestaltung des Wohnumfeldes im Landkreis Nordhausen und insbesondere in der Kreisstadt in den zurückliegenden Jahren sichtbare Zeichen gesetzt. Zu dieser Einschätzung gelangte sie auch als sie vor einigen Tagen die beiden kleineren Wohnungsunternehmen in Sollstedt besuchte. Für Keller sei es als zukünftige Landrätin- so sie das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler am 22. April erhält- besonders wichtig, dass WBG und SWG auch weiterhin in Nordhausen an der Umsetzung des gemeinsam abgestimmten Stadtentwicklungskonzeptes ISEK 2020 arbeiten. Als Anwohnerin liegt ihr besonders die weitere Ausgestaltung der Nordhäuser Altstadt am Herzen, da hier täglich viele auswärtige Gäste dieses historische Wohnviertel besuchen.
Die rückläufige Bevölkerungsentwicklung, der bereits sichtbare demographische Wandel der Bevölkerung und das damit erwartete erneute Ansteigen des Wohnungsleerstandes bereitet Hannelore Haase Sorgen und stellt an die Politik zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Thüringer Nordregion entsprechende Anforderungen. Für sie steht auch der soziale Gedanke der Genossenschaft im Vordergrund. Die Mitglieder profitieren von bezahlbaren Wohnungsmieten. Gerade für älter werdende Mieter gewinnen barrierefreie Wohnungen einen höheren Stellenwert.
Heidrun Sedlacik nimmt viele gute Anregungen und Erfahrungen mit in die Thüringer Landtagsfraktion. Sie lädt bereits jetzt die Nordhäuser Wohnungsunternehmen zur Teilnahme an der am 12. September 2012 in Sömmerda stattfindenden Wohnungskonferenz zum Thema „Soziales Wohnen- Energetische Sanierung und Innenstadtgestaltung“ herzlich ein. Es wäre für uns Wohnungspolitiker gut, wenn diese positiven Erfahrungen der Nordhäuser auf Landesebene weiter verbreitet würden, so die Wohnungspolitische Sprecherin.

Am Montag besuchte Birgit Keller die Gemeinde Sollstedt. Erster Termin ihrer Info-Tour war das Soziale Zentrum. Sie zeigte sich nach dem Gespräch mit der Vereinsvorsitzenden, Frau Dietze, begeistert über das Engagement der haupt-, wie auch der vielen Ehrenamtlichen Mitglieder. Zunehmend fehlen leider auch hier Pflegekräfte. Ein thüringenweites Problem.
Anschließend wurde sie vom Bürgermeister Adam empfangen. Weiter ging es zur Sollstedter Wohnungsbau GmbH, um dort mit der Geschäftsführerin, Frau Umbach ins Gespräch zu kommen. Nach einem kleinen Rundgang durch Sollstedt, lautet Kellers Fazit:
„ Wir erleben, dass es eine Flucht der Bürger vom Land in die Stadt gibt. Einkaufsmärkte, Bäcker und Fleischer ziehen sich aus den Dörfern zurück. Viele nehmen dies als gegeben hin, weil man nichts dagegen tun kann.
In Sollstedt sieht man dies ein wenig anders. Dieses, zugegeben nicht kleine Dorf, leistet sich einen Jugendclub und hat viele Vereine, die dafür sorgen, dass das gesellschaftliche Leben auf dem Dorf funktioniert. Das Soziale Zentrum Sollstedt bietet neben einer Begegnungsstätte auch einen Pflegedienst an. Auch Bäcker, Fleischer und Einkaufsmarkt existieren in Sollstedt noch. Seitens des Gemeinderates und Bürgermeisters wird viel dafür getan, dass dies nicht nur so bleibt, sondern sich die Versorgung weiter verbessert, auch wenn die geplante Schließung des Schlecker-Marktes furchtbar ist.“
Es sei herausragend, welche Aufgaben sich Gemeinderäte und SWBG gestellt haben, meint Keller. Sie bezieht sich dabei auf den Stand der Umbauarbeiten an der Festhalle zu einem Projekt für betreutes Wohnen im Alter und dem Neubau einer kleinen Festhalle in der Ortslage. Diese Projekte kommen beinahe ohne so genannte Fördermittel des Freistaates aus.
„Allein an diesem Beispiel wird deutlich, welche innovativen Potentiale unsere Kommunen haben. Finanzielle Mittel für unsere Gemeinden und Städte weiter zu kürzen, wendet sich gegen die Zukunft unserer Kinder und Enkel“, so Keller abschließend.
Angesichts der Veröffentlichung der Schliessungsliste von Schlecker-Filialen auch in unserem Landkreis sieht die Landratskandidatin der Linken, Birgit Keller, dringenden politischen Handlungsbedarf.
"Mit dem Aus für fast 70 Schlecker-Filialen in Thüringen sind nicht nur fast 200 Mitarbeiterinnen - es sind vorwiegend Frauen - durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes existenziell betroffen. Schon die Schließung von mehreren Filialen in der Vergangenheit und jetzt vakanten in unserem Landkreis, bedeutet auch ein Ende für die oft einzigen noch vorhandenen Verkaufsstellen im ländlichen Raum", betont Frau Keller. "Damit werden Gemeinden und kleine Städte ärmer und verlieren an Lebensqualität, denn mit jeder geschlossenen Verkaufsstelle stirbt auch ein Stück Alltagskultur in der Region." Sie habe bei ihrer Info-Tour durch den Landkreis Dörfer gesehen wo es nichts mehr gibt, keine Kita, keine Schule, keine Feuerwehr, keinen Laden, kein Dorfgemeinschaftshaus. Das muss sich ändern.
Der Niedergang der Schlecker-Filialen hat schon seit längerem begonnen, sagt Keller, die auch Abgeordnete im Landtag ist und verweist auf Niedriglöhne, prekäre Beschäftigung, Lohndrückerei und schlechte Arbeitsbedingungen. Es zeige sich: Der Markt löse diese Probleme auf seine Weise: Was sich nicht rechne, werde liquidiert. "Die Solidarität der LINKEN gilt den Beschäftigten, denn es kann nicht angehen, dass nur noch auf große Märkte am Rande der Zentren gesetzt wird", erklärt sie. Sie verweist dabei auch auf die notwendige Sicherung der Lebensqualität auf dem Land, wo zunehmend ältere Menschen leben. Politik trage Verantwortung, durch entsprechende Rahmenbedingungen auf die Ausgestaltung dieses Prozesses Einfluss zu nehmen.
Die Kandidatin fordert von der Landesregierung, aber auch von den Ämtern für Wirtschaftsförderung in Kreis und Stadt eine Strategie zum Erhalt von kleinen Dorfläden. Sie erinnert an Beispiele, wie Bürgerläden, Dorfkonsum und andere Möglichkeiten der Nahversorgung vor Ort, zu denen auch die Gründung von Genossenschaften gehöre. Allerdings brauchten diese Formen Anschubfinanzierung, logistische Hilfe und Begleitung. "Ein alternatives Konzept, das bereits vor vielen Jahren von den Gewerkschaften entwickelt wurde und in der Schublade verschwand, weil es keiner haben wollte, könnte dafür eine Diskussionsgrundlage sein", ist sich Keller sicher. Hier bestehe Handlungsbedarf und sie erwarte entsprechende Vorschläge von der Landesregierung. Im Falle Ihrer Wahl zur Landrätin wird sie dieses Problem in der Priorität ganz oben ansetzen.
"In den letzten Wochen habe ich so viele tolle Menschen getroffen. Das macht mich glücklich und stolz.", sagte die Abgeordnete im Thüringer Landtag und Landratskandidatin der Linken, Birgit Keller unserer Zeitung.
Schon im letzten Jahr, in der so genannten Vorwahlkampfzeit, begann sie ihre Info-Tour durch den Landkreis. Treffen gab es im Ilfelder Schulteil des Herder-Gymnasiums, in Kitas (z.B. Niedersachswerfen). Aber auch bei kleinen und großen Unternehmen schaute sie vorbei. So bei der TROCHA GmbH in Niedersachswerfen und in der NORDBRAND-Nordhausen GmbH.
Nach Gesprächen mit den Bürgermeistern von Ellrich, Werther, Niedersachswerfen, Niedergebra und Kehmstedt steht für Keller fest, dass es einen dringenden Handlungsbedarf zu einer besseren Kommunikation zwischen den Verwaltungen der Kommunen zum Landkreis geben muss. "Die Bürgermeister sind mit ihren Gemeinderäten Gestalter und keine Verwalter.", betont sie. Hier müssten schnell die Versäumnisse der Vergangenheit nachgeholt werden. Da wären die finanziellen Probleme sicher dringend, aber die Gemeinden wollen vor allem ernst genommen werden, um die Zukunft gestalten zu können.
Und genau das hat sich für Keller bei einem zweitägigen Erfahrungsaustausch in Schwerin und Anklam bestätigt. In Mecklenburg-Vorpommern besuchte sie mit der Nordhäuser OB-Kandidatin, Hannelore Haase, die Chefin der Landeshauptstadt, OB Angelika Gramkow und die Landrätin von Nord-Ost-Vorpommern, Dr. Barbara Syrbe (beide LINKE).
In Abwandlung zu Goethes "Faust" zitiert Keller abschließend: "Da steh ich nun, ich armer Thor, bin nun viel klüger, als zu vor."
"Dass die Gemeinschaftsschule in Thüringen das Ziel eines geplanten Volksbegehrens durch einen Trägerkreis und der Politik der Partei DIE LINKE im Jahr 2009 war, ist bekannt. Dass es zu keinem Volksbegehren kam, lag im Kompromiss in der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD", analysiert die Nordhäuser Landtagsabgeordnete, Birgit Keller (LINKE) im Zusammenhang mit einem FDP-Antrag im Thüringer Landtag am 26. Januar 2012. Dennoch sei die Gesamtschule auf den Weg gebracht worden.
Die FDP-Fraktion hatte beantragt, das Dreigliedrige Schulsystem in Thüringen zu erhalten.
Keller betont, dass dieses Schulmodell ein überholtes 90jähriges ist.
Die Anforderungen an die Zukunft, mit dem Bedarf an Fachkräften bei gleichzeitigem Bevölkerungsrückgang (2025 hat Thüringen unter 2 Mio Einwohner), machen es dringend erforderlich, das Schulsystem mit der Lehreraus- und Weiterbildung zukunftsfähig zu machen. Dazu braucht es alternative und innovative Schulmodelle und endlich ein Lehrerbildungsgesetz. Mehr Einstellungen von Lehren eingeschlossen.
In Hinblick auf die aktuelle VODAFONESTUDIE bedauert Keller, dass gerade in Thüringen und Sachsen das jetzige überwiegende Schulmodell die soziale Dynamik blockiere. Das heißt, die Potentiale von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien haben á priori weitaus schlechtere Bildungschancen, weil einerseits die Eltern, andererseits leider auch die Lehrkörper in der vierten Klasse schon entscheiden, wo die Reise der Schüler hingeht.
"Wir wollen das längere gemeinsame Lernen, mit besseren Lehrmodellen, die Gemeinschaftsschule ist unser Ziel", so Keller.
Der FDP-Antrag wurden durch alle anderen Fraktionen abgelehnt.